Wie lange ist eine Katze rollig?

Bevor wir auf die Dauer der Rolligkeit einer Katze eingehen, wird erst einmal der Begriff „rollig“ näher erläutert.

Die Rolligkeit bei Katzen bedeutet, dass sie paarungsbereit sind. Man vermutet, dass der Begriff „rollig“ daher kommt, weil die Katze sich während dieser Phase ziemlich oft auf dem Boden wälzt oder rollt. Viele Miezen schreien zusätzlich auch dabei. So signalisieren sie absolute Willensbereitschaft. In der Regel werden Hauskatzen vom Besitzer schon sehr früh kastriert, da diese normalerweise zwischen dem vierten und neunten Lebensmonat schon geschlechtsreif sind. Katzenbesitzer, die ihre Katze frei laufen lassen, diese aber nicht direkt kastrieren lassen, können unter Umständen ein „böses Ende“ erleben. Die Katze wird dann nämlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geschwängert. Ab wann eine Katze schon geschlechtsreif ist, hängt allerdings von der Rasse ab. Je nach Rasse kann die Geschlechtsreife früher oder später eintreten. Daher rät man meistens Katzenbesitzern, ihre Stubentiger bei den ersten Anzeichen einer Rolligkeit zum Tierarzt zu bringen, damit eine Kastration frühzeitig durchgeführt werden kann.

Wann ist eine Kastration sinnvoll?

Wenn man seine Katze draußen frei laufen lässt, ist es ratsam, sie kastrieren zu lassen. Hat man sich jedoch entschieden, Nachwuchs zu züchten, muss man seine Schmusekatze nicht kastrieren lassen. Allerdings findet man diese Form eher bei besonderen Rassekatzen vor. Diese werden meist auch als Hauskatzen gehalten.

Nun wissen wir aber immer noch nicht, wie lange eine Katze rollig ist?

Fangen wir also wieder von vorne an! Eine freilaufende Katze wird normalerweise, ab dem fünften bis neunten Lebensmonat, zweimal im Jahr rollig. Wer schon einmal eine rollige Katze erlebt hat, weiß wie laut und unangenehm diese Zeit werden kann. Es kommt schon mal vor, dass bei einer rolligen Katze, welche sich im Haus aufhält, mehrere Kater vor der Tür sitzen, die die Katze decken wollen. Zudem ist das Geschrei der Mieze während dieser Zeit sehr laut und unangenehm. Manche hören sich wie lautes Babygeschrei an. Dies kann manchmal sehr nervenzerreißend sein. Zudem halten sie immer ihr Hinterteil in die Höhe und legen den Schwanz zur Seite, damit es direkt losgehen kann.

Katzen bleiben ihr ganzes Leben lang paarungsbereit, so etwas wie die Wechseljahre gibt es bei ihnen nicht. Die Dauer der eigentlichen Rolligkeit beträgt in etwa acht bis zehn Tage. Vier Tage davon ist die Katze normalerweise fruchtbar. Man kann jedoch nicht genau abschätzen, ob die Rolligkeit immer so lange dauert. Es hängt zusätzlich von der Jahreszeit und dem Tageslichteinfluss ab. Katzen sind an kürzeren Tagen im Jahr weniger rollig als bei längeren. Eine Hauskatze kann demnach unter permanentem Lichteinfluss im Eigenheim öfter rollig werden. Wenn man keinen Katzen-Nachwuchs möchte, lässt man sie am besten frühestmöglich kastrieren. Denn wenn die Katze bei Rolligkeit nicht gedeckt wird, kann es vorkommen, dass die Abstände zur nächsten Rolligkeit kürzer als sechs Monate sind.

In extremen Fällen kann es sogar passieren, dass die Katze dauerrollig wird. Das kommt öfter bei Hauskatzen vor, denn eine freilaufende Katze findet immer einen willigen Kater zum Decken. Dauerrolligkeit ist weder für die Katze, noch für den Katzenbesitzer angenehm.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kastration und einer Sterilisation?

Sterilisation: Bei einer Sterilisation bleiben die Eierstöcke der Katze erhalten. Es wird lediglich ein Eingriff vorgenommen, der verhindert, dass eine Befruchtung stattfinden kann. Bei der Sterilisation ist der Nachteil, dass die Katze trotzdem noch rollig wird.

Kastration: Bei einer Kastration werden die kompletten Keimdrüsen der Mietzekatze entfernt. Das bedeutet, dass die Eierstöcke komplett entfernt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Katze nicht mehr rollig wird und somit auch die Kater vor der Tür für immer verschwinden.

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