Meine Katze ist zu dünn

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Meine Katze ist zu dünn

Eine vorangegangen überstandene Krankheit, schlechte oder fehlende Zähne, Unterversorgung durch den Vorbesitzer, Stress in der Vergangenheit – viele Gründe können zu einer untergewichtigen Katze führen. Doch so lange keine akute schwere Krankheit dahinter steckt, ist dieses Problem mit wenig Aufwand  zu lösen.

Wie dünn ist zu dünn?

Eine durchschnittliche Hauskatze wiegt ca. 4 Kilogramm. Ein männlicher Perserkater kann hingegen schon mal bis zu 10 Kilogramm wiegen während eine russisch blau Katze dagegen mit durchschnittlich 2,5 Kilogramm von Natur aus sehr zierlich ist.

Natürlich ist das Idealgewicht Ihrer Fellnase nicht nur abhängig von der Rasse. Auch der natürliche Körperbau und das Geschlecht können das empfohlene Ideal-Gewicht beeinflussen Es gibt jedoch Anzeichen, an denen Sie ganz leicht sehen können, ob Ihr Liebling nicht doch ein paar Gramm mehr auf den Rippen vertragen kann.

Bei untergewichtigen Katzen sind Rippen und Beckenknochen gut bis sehr gut sichtbar und beim streicheln ertastbar. Eine deutlich sichtbare Taille und das Fehlen von Bauchfett deuten ebenfalls auf Untergewicht hin. Befühlen Sie den Brustkorb Ihres Lieblings, ist er weich – als eine Fettschicht vorhanden oder hart mit geringem Widerstand, also ist die Fettschicht nur sehr dünn, dann weißt dies auf Untergewicht hin.

Ab wann zum Tierarzt

Ist die Katze agil und verhält sich unauffällig, sprechen Sie Ihren Tierarzt beim nächsten Kontrollbesuch auf das Untergewicht an. Er kann am besten einschätzen, ob Ihre Mietze mit normalem Futter oder Nahrungsergänzungsmitteln zum Idealgewicht geführt werden kann.

Hat Ihr Liebling aber in kurzer Zeit viel Gewicht verloren, ist schnell zu handeln. Hier besteht das Risiko einer Krankheit. Bei älteren Katzen deutet ein rascher Gewichtsverlust auf eine Niereninsuffizienz hin, Freigänger könnten sich mit Würmern infiziert haben und auch eine Schilddrüsenüberfunktion ist nicht auszuschließen.

Was Sie tun können

Mit dem richtigen Futter können Sie Ihrer Katze helfen, wieder Gewicht zuzulegen.

Haben Sie sich eine neue untergewichtige Katze angeschafft oder frisst Ihr alteingesessener Liebling von einem Tag auf den anderen das bewährte Futter nicht mehr, achten Sie zunächst auf ihr Fressverhalten.

Frisst sie das Nassfutter nicht, servieren Sie ihr andere Sorten und beobachten Sie, ob Ihre Fellnase besser auf das neue Futter anspricht. Während der Suche nach der Lieblingssorte, versorgen Sie sie, in Absprache mit dem Tierarzt, mit Vitaminpräparaten, die in einem Leckerli versteckt, zugefüttert werden können. Auch Rinderfettpulver, das in das Nassfutter untergemischt wird, hilft bei der schnellen Gewichtszunahme.

Auch die kurzzeitige Gabe von kalorienreichem Spezialfutter kann zu schnellen Erfolgen führen.

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Gutes aus der eigenen Küche

Auch in Ihrer Küche finden Sie einige Köstlichkeiten, mit der Sie Ihren Haustiger schnell wieder aufpäppeln können.  Probieren Sie aus, ob Ihre Katze laktosefreie Milchprodukte wie Quark, Naturjoghurt oder Hüttenkäse mag und verträgt. 

Auch in Wasser gegartes Hühner- oder Putenfleisch wird gerne von Katzen angenommen.

Bei Katzen mit Zahnproblemen wird hin und wieder auch Babybrei empfohlen. Möchten Sie diese Variante ausprobieren, achten sie darauf, dass Sie auf eine Sorte ohne Milch und Salz, dafür aber mit viel Fleisch zurück greifen. Kontrollieren Sie dann penibel, ob Ihr Vierbeiner das Futter verträgt. Da Katzen sehr wählerische Esser sind, wird sie es Sie in kürzester Zeit wissen lassen, ob sie den Brei mag oder ob Sie sich nach Alternativen umschauen sollten.