Sind Orchideen giftig für Katzen?

Orchideen erfreuen sich bei uns seit Jahrzehnten grosser Popularität – kaum ein Gartencenter oder Blumenladen hat nicht einige ausgefallene Exemplare der exotischen und farbenfrohen Pflanzen als Blickfänger zentral positioniert. Orchideen sind zudem auch ein beliebtes Geschenk (meistens dann wenn einem sonst nichts mehr einfällt). Aber Vorsicht – bei Katzenbesitzern sollte man lieber eine Packung Pralinen schenken, denn manche Orchideen sind für die Haustiger gefährlich.

So mancher Katzenbesitzer glaubt, sein Haustier müsste instinktiv wissen, welche Pflanzen giftig sind und welche nicht. Und Katzen haben in der Tat ein Warnsystem das sie vor vielen Gefahren bewahrt – allerdings ist dieses Wissen nicht angeboren, sondern wird von den Müttern erlernt. Und dieses erlernte Wissen ist bei Hauskatzen inzwischen kaum noch vorhanden. Woher soll auch eine Hauskatze wissen, welche Orchideenart giftig ist und welche nicht? Giftig oder ungiftig – Orchideen regen mit ihren verspielten Formen und ausgefallenen Farben den Spieltrieb der Katzen an und da wird auch schnell mal an der Pflanze geknabbert.

Wie giftig sind Orchideen?

Die meisten Orchideen gelten sowohl für Menschen als auch für Katzen grundsätzlich als unproblematisch und damit ungiftig. Allerdings berichten Tierärzte häufig von Katzen die mit eindeutigen Vergiftungserscheinungen nach dem Anknabbern einer Zimmerorchidee in die Tierarztpraxis gebracht werden. Weshalb das so ist und welche Stoffe der Pflanze für diese Symptome genau verantwortlich sind, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Die giftige Wirkungen der Pflanzen sind je nach Sorte unterschiedlich. Es gibt Orchideensorten, die deutlich grössere Beschwerden bei Katzen hervorrufen als andere. Bei vielen Orchideenarten reicht bereits eine kleinere Mengen um erhebliche gesundheitliche Schäden und Probleme hervorzurufen. Zudem reagieren Katzen auch unterschiedlich auf Orchideen.

Giftige Orchideenarten

Weltweit gibt es etwa 30.000 verschiedene Orchideenarten, von denen manche giftig und andere – für die meisten Katzen jedenfalls – vollkommen harmlos sind. Auf jeden Fall giftig und daher für einen Katzenhaushalt ungeeignet sind diese beliebten Zimmerorchideen:

Vanille-Orchidee
Aus den Samenschoten der Vanille-Orchidee wird die Echte bzw. Bourbon-Vanille gewonnen. Allerdings kann der Kontakt mit der Pflanze, beispielsweise durch den Verzehr einzelner Pflanzenteile oder den Kontakt mit dem Pflanzensaft auch bei Menschen Vergiftungssymptome wie Ausschläge, Übelkeit und allgemeines Unwohlsein verursachen. Auch Katzen können schon nach der Aufnahme geringer Mengen mit Ausschlägen und Schwellungen der Schleimhäute reagieren.

Schwielen-Orchidee
Aufgrund ihrer vielen gelben Blüten ist sie auch als Goldregen bekannt. Sie ist an kühle Temperaturen gewöhnt, weshalb sie bei uns auch als Kalthausorchideen bekannt ist. Oncidien sind durch die meist langen Blätter und die kräftigen Bulben leicht zu erkennen. Der Verzehr dieser Orchideenart und ihrer Blüten führt beim Menschen zu Halluzinationen und auch bei Katzen können ähnliche Symptome sowie die typischen Vergiftungserscheinungen auftreten.

Schmetterlings-Orchidee
Die arten- und sortenreiche Gattung der Phalaenopsis ist die wohl populärste Orchideengattung der Welt. Sie gilt nicht nur als sehr pflegeleicht, sondern ist auch sehr blühfreudig und hat eine lange Blütezeit. Katzenbesitzer sollten jedoch auf die Haltung einer Schmetterlingsorchidee verzichten, denn diese gelten als schwach giftig. Der Verzehr ist für Ihre Katze nicht fatal aber je nach Konstitution kann eine Vergiftung sehr unangenehm und ein Tierarztbesuch notwendig sein.

Was tun wenn es zu einer Vergiftung gekommen ist?

Wenn Sie Orchideen oder andere giftige Pflanzen bei sich zu Hause haben sollten Sie sehr genau auf erste Anzeichen von Vergiftungserscheinungen achten. Dazu gehören:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Rote und gereizte Schleimhäute insbesondere im Rachenraum
  • Apathie, Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Trübe und matte Augen
  • Reizungen im Magen-Darm-Bereich

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrer Katze feststellen sollten Sie vorsichtshalber umgehend einen Tierarzt aufsuchen und die Pflanze mitnehmen damit der Arzt entscheiden kann welche Behandlung und eventuell welches Gegengift geeignet ist.

Wie stark die Auswirkungen sind, hängt nicht nur von der Orchideensorte ab, sondern auch von Ihrer Katze ab. Bei manchen Katzen können bereits kleine Mengen zu Unwohlsein führen, während andere kaum Auswirkungen verspüren.

Orchideen und Katzen – geht das?

Wenn Sie nicht ganz auf Orchideen verzichten wollen dann sollten Sie einige Vorsichtsmassnahmen ergreifen.

  • Ausser Reichweite

Platzieren Sie Ihre Orchideen so dass sie die Katze auf gar keinen Fall erreichen kann. Eine höher gelegene Fensterbank oder eine Blumenampel, die frei von der Decke hängt und in deren Nähe sich keinerlei Mobiliar befindet eignet sich sehr gut. Auch hohe Schränke und Regale oder ein abgeschlossener, für die Tiere unzugänglicher Raum sind eine Möglichkeit.

  • Ablenken und Alternativen

Katzengras ist eine hervoragende Ablenkung. Wie der Name schon sagt lieben Katzen diese Pflanze und zudem hilft das Katzengras beim Putzen verschluckte Haare leichter wieder hervor würgen zu können.

Orchideen im Garten

Neben den zahlreichen Zimmerorchideen sollten auch Gartenfreunde mit Katzen genauestens darauf achten, was eigentlich in ihrem Garten wächst. Nicht nur exotische Gewächse, auch heimische Orchideen wie:

  • Gelber Frauenschuh (Cypripedium calceolus)
  • Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata)
  • Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata)
  • Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)

können Vergiftungen bei Katzen verursachen. Allerdings scheinen sich streunende Katzen weniger von den Orchideen verführen zu lassen, denn die Zahl der bekannten Vergiftungen ist sehr gering.

Fazit

Nur wenige der als Zimmerpflanzen kultivierten Orchideen sind tatsächlich für Katzen giftig. Aus derzeit noch unbekannten Gründen reagieren viele Katzen trotzdem mit typischen Vergiftungserscheinungen. Wenn Sie als Katzenbesitzer nicht auf Orchideen verzichten wollen, dann sollten Sie darauf achten, dass Ihre Katze nicht in die Nähe der Pflanze kommen kann. Zudem sollten Sie auch die Vergiftungssymptome gut kennen so dass Sie im Fall der Fälle schnell handeln können.

Hilfsmittel und Bücher bei einer Vergiftung Ihrer Katze

Bestseller Nr. 1
Unsere Katze - gesund durch Homöopathie: Heilfibel eines Tierarztes
  • 128 Seiten - 26.02.2014 (Veröffentlichungsdatum) - Sonntag, J (Herausgeber)
Bestseller Nr. 3
Bactisel HK, 100 g, Das ORIGINAL aus der Tierarztpraxis, Durchfall, Erbrechen, Probleme Magen Darm für Hund und Katze
  • Stabilisierung der Darmflora bei Indigestionen (Verdauungstörungen)
  • BACTISEL-HK ist auf die Bedürfnisse der Hunde und Katzen abgestimmt und stellt ein wirkungsvolles Prophylaktikum gegen Dysbiose dar
  • von echten Tierärzten empfohlen
Bestseller Nr. 4
Katzenbalkon: für Katzen geeignete Pflanzen finden und Vergiftungen vermeiden (Katzenpflanzen)
  • 116 Seiten - 13.04.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Books on Demand (Herausgeber)
Bestseller Nr. 5
EnteroZoo Entgiftungsgel Tube 100g - bei Vergiftung, schlechter Verdauung oder Durchfall für Hunde und Katzen
  • Bei Vergiftung, schlechter Verdauung oder Durchfall - sollte in keiner Hausapotheke fehlen.
  • EnteroZoo dient zur Entgiftung und bindet im Verdauungstrakt toxische Stoffe, pathogene Bakterien und Allergene an sich und entfernt sie aus dem Körper.
  • Greift nicht in den Stoffwechselprozess ein und wird mit dem Kot ausgeschieden.
  • Hilft das Gleichgewicht der Darmflora zu regeln und unterstützt damit die Widerstandsfähigkeit des Organismus.
  • Die Tiere nehmen daher das Präparat in der Regel problemlos auf.Einfach 1-3 mal täglich einen Löffel ins Wasser oder Futter mischen.